Über mich
Von Umwegen, Lebensfreude und dem Fliegen
Schon als Kind konnte ich mich darin verlieren, in die Sterne zu schauen, Geschichten und Gedichte zu schreiben, zu tanzen und mich von Musik davontragen zu lassen. Ich träumte mich gern in die Ferne – und wünschte mir, fliegen zu können. Ich war neugierig auf die Welt und hatte immer das Gefühl, dass es in ihr noch viel mehr zu entdecken gibt als das, was auf den ersten Blick sichtbar ist.
Genauso gern habe ich gelacht, herumgealbert, kleine Abenteuer erlebt und manchmal auch Dinge getan, die man vielleicht besser nicht tun sollte. ;-) Ich habe früh viel wahrgenommen, Stimmungen gespürt und mich oft zu Menschen hingezogen gefühlt, die anders waren oder ihre ganz eigene Geschichte mitbrachten.
Vieles von dem, was mich damals begeistert und mich das Leben so unmittelbar hat spüren lassen, lebt auch heute noch in mir – vielleicht ein wenig stiller, aber nicht weniger lebendig. Manches davon habe ich auf meinem Weg zeitweise aus den Augen verloren und später auf ganz neue Weise wiedergefunden.
Denn natürlich verlief auch mein Leben nicht einfach schnurgerade in die Richtung, die das Kind von damals vielleicht eingeschlagen hätte. Obwohl ich früh wusste, was mich begeisterte – ich wollte tanzen, auf der Bühne stehen und kreativ arbeiten –, gab es auch andere Vorstellungen davon, was ein vernünftiger Weg für mich sein könnte. Also passte ich mich an, schlug andere Richtungen ein und versuchte, meinen Platz darin zu finden.
Nur dieses Gefühl, dass da noch etwas anderes auf mich wartete, ließ sich nicht so recht zum Schweigen bringen.
Also suchte ich weiter.
Heute bin ich froh über viele dieser Umwege. Nicht, weil jeder davon leicht war, sondern weil sie zu meinem Leben gehören. Sie haben mir wertvolle Erfahrungen ermöglicht, Menschen in mein Leben geführt, die für mich wichtig wurden, und mir Seiten des Lebens gezeigt, die mir auf einem geraden Weg vielleicht verborgen geblieben wären.
Und irgendwann führte mich mein Weg zurück zu etwas, das schon sehr lange zu mir gehörte: zur Bewegung, zur Kreativität und zum unmittelbaren Erleben. Zunächst in der Tanztherapie und von dort immer weiter zu der therapeutischen Arbeit, die ich heute ausübe.
Vielleicht ist es deshalb auch kein Zufall, dass in meiner Praxis nicht nur gesprochen und nachgedacht wird. Es darf ausprobiert, gespielt, gemalt, getanzt, getönt, gelacht und manchmal sogar ein bisschen herumgealbert werden. Auch die ernsten und schweren Themen brauchen nicht immer nur Ernsthaftigkeit. Ich erlebe immer wieder, wie wertvoll es ist, wenn neben all der Schwere Neugier, Spiel und Lebensfreude wieder Raum bekommen dürfen.
Denn etwas von dem neugierigen Kind, das die Welt entdecken wollte, tragen wir wohl alle noch in uns.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht immer einfach ist, dem zu folgen, was uns wirklich wichtig ist. Und vielleicht müssen wir unseren Weg auch gar nicht immer schon kennen. Wir dürfen ausprobieren, Richtungen ändern, mal falsch abbiegen, uns neu orientieren und weitergehen.
Heute betrachte ich meine Umwege deshalb nicht als falsche Entscheidungen. Sie gehören zu meinem Weg und zu der Frau und Therapeutin, die ich heute bin. Vieles von dem, was mich als Kind begeistert hat, habe ich unterwegs auf neue Weise wiedergefunden: die Freude am Entdecken und Gestalten, die Neugier auf Menschen und ihre Geschichten, Musik, Bewegung und Kreativität.
Fliegen kann ich bis heute nicht. Aber wer weiß … vielleicht habe ich einfach noch nicht herausgefunden, wie es geht. ;-)
Meine Haltung
Ich glaube, dass vieles von dem, was wir heute als belastend oder problematisch erleben, eine Geschichte hat. Verhaltensweisen, Überzeugungen und Reaktionen entstehen nicht ohne Grund. Manche haben uns vielleicht einmal geholfen, schwierige Erfahrungen zu bewältigen, uns zu schützen oder in Beziehungen zurechtzukommen. Auch wenn sie uns heute nicht mehr guttun, verdienen sie zunächst Verständnis und Anerkennung.
Und gleichzeitig glaube ich daran, dass wir nicht für immer an das gebunden bleiben müssen, was uns geprägt hat.
Wir können hinschauen, verstehen und Neues ausprobieren. Wir können uns selbst anders kennenlernen, neue Erfahrungen machen und zunehmend Verantwortung dafür übernehmen, wie wir unser Leben heute und in Zukunft gestalten möchten.
Dabei vertraue ich darauf, dass vieles von dem, was ein Mensch für seinen Weg braucht, bereits in ihm angelegt ist. Manchmal ist der Zugang dazu verloren gegangen oder von alten Erfahrungen und vertrauten Mustern überlagert. Ich sehe meine Aufgabe darin, dich dabei zu unterstützen, wieder Zugang zu deinen eigenen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Lösungen zu finden und diese Schritt für Schritt in dein Leben zu integrieren.
Ich gebe Impulse, stelle Fragen, ermutige und begleite. Ich bin geduldig, wenn etwas Zeit braucht, und schaue gemeinsam mit dir nach anderen Möglichkeiten, wenn ein Weg nicht weiterführt. Und manchmal lade ich dich auch dazu ein, genau dort hinzuschauen, wo es schwierig wird oder Widerstand entsteht.
Denn jeder Mensch hat sein eigenes Tempo und geht seinen eigenen Weg.
Qualifikation und Erfahrung
Zu meiner therapeutischen Arbeit gehört neben meiner Erfahrung natürlich auch eine fundierte fachliche Ausbildung.
Meine therapeutischen Qualifikationen:
- Heilpraktikerin für Psychotherapie
- Tanz- und Ausdruckstherapeutin
- Hypnosetherapeutin
- Musiktherapeutin
- Entspannungstherapeutin
- Fachberaterin für Essstörungen
- Kursleiterin für Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
Und dann wäre da noch der Tanz …
Tanz und Bewegung begleiten mich seit meiner Kindheit. Einer siebenjährigen Tanzausbildung folgten viele Jahre in unterschiedlichen Tanzrichtungen, insbesondere im Ausdruckstanz. Mehr als 20 Jahre stand ich als Tänzerin im Leipziger Tanztheater auf der Bühne.
Diese Zeit hat mich weit über das Tanzen hinaus geprägt. Sie hat mir einen reichen Erfahrungsschatz mitgegeben – über Ausdruck und Präsenz, über den eigenen Körper, über Kreativität, gemeinsames Gestalten und nicht zuletzt darüber, wie es sich anfühlt, auf einer Bühne ganz bei sich und gleichzeitig mit anderen verbunden zu sein.
Heute stehe ich dort nur noch selten. Die Freude an Bewegung, Musik, Ausdruck und – wie du inzwischen weißt – ein bisschen Bühne ist allerdings geblieben. ;-)